2025 war für die MTU Maintenance ein Jahr, das Spuren hinterlassen hat – im besten Sinne. Die Nachfrage blieb über nahezu alle großen Triebwerksprogramme hinweg stabil, während das Netzwerk an mehreren Stellen gleichzeitig nachlegte: neue Fähigkeiten, erweitertes Know-how und zusätzliche Kapazitäten. Seit dem Einstieg ins Instandhaltungsgeschäft vor über 45 Jahren hat die MTU Maintenance mehr als 27.000 Shop Visits durchgeführt. Heute arbeiten mehr als 7.000 Expert:innen an über 30 Triebwerkstypen – über alle Zeitzonen hinweg, von Kurz- bis Langstrecke.
Ausbau von Fähigkeiten, Kapazitäten und Programmen
2026 knüpft nahtlos an dieses Tempo an. Die MTU Maintenance Fort Worth wird dabei zu einem der spannendsten Schauplätze. Der texanische Standort wandelt sich grundlegend: vom ausgewiesenen On‑Site‑Spezialisten hin zu einem vollwertigen Demontage‑, Montage‑ und Testbetrieb. In Zentrum steht künftig das LEAP-Triebwerk, für das der Standort die Premier-MRO-Lizenz erhalten hat, sowie das GEnx-Triebwerk. Der Hochlauf für die LEAP-Familie läuft bereits, der Prüfstand mit bis zu 100.000 Pfund Schub wird derzeit korreliert. Die erste Einlastung des LEAP-1B ist für Sommer 2026 geplant, anschließend folgt das LEAP-1A, ehe das Team den Hochlauf für das GEnx aufnimmt.
Auch in Deutschland wurden wichtige Weichen gestellt. Die MTU Maintenance Berlin-Brandenburg hat ihr PW800-Programm von einem Fokus auf die Niederdruckturbine zu vollständigen MRO-Kompetenzen ausgebaut. Zwei Docks wurden mit der neuen Generation des Fixed Overhaul System (FOSng) umgerüstet – einer MTU‑Eigenentwicklung, die ergonomischere Arbeitsplätze schafft und Abläufe beschleunigt. Parallel entsteht in Ludwigsfelde eine neue Halle für Industriegastrubinen (IGT), die künftig eine Kapazitätssteigerung von etwa 30 Prozent für Shop Visits ermöglichen soll und zusätzlich ein Trainingszentrum beherbergen wird.