Klaus Ohlmann
Klaus Ohlmann, 70, fliegt seit 50 Jahren. Gelernt hat der gebürtige Mittelfranke das in Braunschweig. Dort machte er eine Ausbildung zum Zahntechniker. Später studierte er in Göttingen. Mit 50 verkauft er seine Zahnarztpraxis, wird Profiflieger und zieht ins Fliegerparadies Südfrankreich.
Heute hält er 66 Weltrekorde, sieben WM-Titel und kann über 30.000 Flugstunden vorweisen. Er flog über den Anden, 12.500 Meter hoch und 3.000 Kilometer weit. Als erster Mensch segelte er über den Mount Everest und flog mit mehr als 1.000 Kilometern die längste Strecke in einem E-Flieger.
„Segelfliegen ist permanentes Risikomanagement“, sagt Ohlmann. „Du musst das Wetter beobachten, ständig neu einschätzen, dich selbst überprüfen und immer wieder anpassen – das macht es so spannend.“ Er beschreibt das als „Akkumulation von Erfahrung.“ Und sich selbst als „angewandten Meteorologen“. Sein Wissen gibt er auch weiter. Man kann mit ihm Fliegen, seine Vorträge besuchen, oder ihn als Key Note Speaker erleben.
Wann immer ein Forschungsinstitut wie das DLR oder ein Flugzeugbauer einen erfahrenen Piloten braucht, rufen sie ihn. Erst im April erflog er zwei neue Weltrekorde mit dem hybrid-elektrischen Forschungsflugzeug e-Genius der Universität Stuttgart.